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DisboPOX W 443 2K-EP-Grundierung, wässrig

Wässriges, transparentes 2K-Epoxidharz zur Grundierung und Imprägnierung von mineralischen Bodenflächen.

  • Verwendungszweck

    Farblose Imprägnierung auf mineralischen Bodenflächen und Grundierung unter wässrigen EP-Bodenbeschichtungen im Innenbereich,  wie z. B. in Aufent­haltsräumen, Lägern, Archiven, Magazinen, auf Gängen.

    Eigenschaften

    • diffusionsfähig
    • für mattfeuchte, zementöse Flächen geeignet
    • emissionsminimiert, (AgBB-konform)

    Materialbasis

    2K-Epoxidharz, wässrig

    Verpackung/Gebindegrößen

    5 kg, 10 kg Kunststoff-Kombi-Gebinde

    Farbtöne

    Transparent

    Glanzgrad

    Glänzend

    Lagerung

    Kühl, trocken und frostfrei.
    Die Temperatur der Komponenten soll beim Mischvorgang zwischen 15 °C und 25 °C liegen.
    Originalverschlos­senes Gebinde mindestens 12 Monate lagerstabil.

    Dichte

    ca. 1,0 g/cm3

    Trockenschichtdicke

    ca. 30 µm/100 g/m2

    Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

    ca. 38.000

    Geeignete Untergründe

    Beton und Zementestrich im Innen­bereich.
    Der Un­ter­­grund muss eben, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
    Die Ober­flä­chenzugfestigkeit des Unter­grun­des muss im Mittel min. 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unter­­schreiten.
    Beim Einsatz als Grundierug beträgt die zulässige Restfeuchte bei Beton und Zementestrich maximal 4 CM-%.
    Beim Einsatz als Imprägnieurng müssen Betone und Zementestriche in der Oberfläche matt abgetrocknet sein und dürfen keinen glänzenden Wasserfilm aufweisen. 

    Untergrundvorbereitung

    Der Untergrund ist durch geeignete mechanische Verfahren, wie z.B. Kugelstrahlen oder Diamantschleiftechnik, vorzubereiten. Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.

    Materialzubereitung

    Komponente B der Komponente A zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) intensiv mischen. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten)

    Mischungsverhältnis

    Komp. A : Komp. B = 4 : 1 Gewichtsteile

    Auftragsverfahren

    Mit Gummibesen/Gummiwischer, Versiegeler­bür­ste oder kurzfloriger Walze.

    Beschichtungsaufbau

    Angemischtes Material auf die Fläche gießen und flutend mit einem Gummibesen/Gummiwischer langsam im Gegenzug gleichmäßig verteilen. Zur Vermeidung von Glanzstellen das verteilte Material mit einer mittelflorigen Walze oder mit einer Versieglerbürste im Kreuzgang nacharbeiten. Bei stark saugenden Untergründen (Grundierharz schlägt weg, kein geschlossener Grundierfilm vorhanden) ist eine zweite Grundbeschichtung zum Porenverschluss erforderlich. 
    Je nach Saugfä­hig­­keit mit max. 5 Gew.-% Wasser verdünnen. 

    Verbrauch

    Saugfähige Untergründe: ca. 200 g/m2 verdünntes oder unverdünntes Material je Auftrag.
    Exakte Verbrauchswerte sind am Objekt zu ermitteln.

    Verarbeitbarkeitsdauer

    Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuch­tig­keit ca. 60 Minuten. Höhere Tempera­turen verkürzen, niedrigere verlängern die Topf­zeit. Das Ende der Topfzeit ist op­tisch nicht erkennbar. Ein Überschreiten führt zu Glanzgrad- und Farbtonverän­de­rungen sowie zu niedrigeren Festigkeiten und Haftungsverlusten mit dem Unter­grund.

    Verarbeitungsbedingungen

    Die Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtem­peratur muss mindestens 12 °C betragen und darf 30 °C nicht überschreiten.
    Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer mindestens 3 °C über der Tau­punkttemperatur liegen.
    Während der ­Trock­nungsphase für ausreichende Be- und Entlüf­tung sorgen, da durch das Verdunsten des enthaltenen Wassers die Luftfeuchtigkeit ansteigen kann. Zugluft vermeiden.

    Wartezeiten

    Die Wartezeiten zwischen den Arbeits­gängen sollten bei 20 °C mind. 16, max. 48 Stunden betragen.
    Bei längeren Wartezeiten muss die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges angeschliffen werden. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt, durch niedrigere verlängert.

    Trocknung/Trockenzeit

    Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 16 Stunden begeh- und überarbeitbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar.

    Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozes­ses aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Ober­flächenstörungen und Haftungs­minde­run­gen auftreten können.

    Werkzeugreinigung

    sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser.

    Beim Einsatz als Imprägnierung kommt es zu einem "Anfeuern" des Untergrundes. Auf ungleichmäßig saugenden Untergründen können Glanz- und Farbtonunterschiede entstehen. Auf zusammenhängenden Flächen immer Material einer Charge einsetzen.
    Extreme Schichtdickenüberschreitungen können zu Aushärtungsstörungen und Materialabplatzungen führen.
    Kreidungser­scheinungen sind bei UV- und Witterungsein­flüssen möglich.Das BFS-Merkblatt 25 ist zu beachten. Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) so­wie verschiedene Chemikalien (z.B. Desin­fektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen.

    Die DISBON Bautenschutz-Verarbeitungshinweise für Fußböden sind zu beachten.

    Gutachten

    auf Anfrage.

    Reinigung und Pflege

    DISBON Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden  beachten.

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Nur für gewerbliche Verarbeitung bestimmtes Produkt.

    Komponente A:
    Verursacht schwere Augenschäden. Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen. Enthält: Epoxidharz-Aminaddukt.


    Komponente B: 

    Verursacht Hautreizungen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Verursacht schwere
    Augenreizung. Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Einatmen von Nebel oder
    Dampf vermeiden. Nach Gebrauch Haut gründlich waschen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
    Schutzhandschuhe/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen
    Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Verschüttete Mengen aufnehmen. Enthält: Bis-[4-(2,3-
    epoxipropoxi)phenyl]propan, Bisphenol-F-Epoxidharz MG <700, p-tert-Butylphenyl-1-(2,3-
    epoxy)propylether.


    Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

    Entsorgung

    Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen. Nicht ausgehärtete Produktrest und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen. Abfall sollte nicht über Abwässer entsorgt werden.

    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

    dieses Produktes (Kat. A/j): 140 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 60 g/l VOC.

    Giscode

    RE 10; RE 1_ALT

    Nähere Angaben

    zu Gefahrenhinweisen/ Sicherheitsratschlägen: Siehe Sicherheitsdatenblätter.

    CE-Kennzeichung

    EN 13813
    Die EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und An­forderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fußbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.
    Produkte, die o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde sowie im Anhang der Leistungserklärung gemäß BauPVO, die im Internet unter www.disbon.de abgerufen werden kann.

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: +49 6154 71-71710
    Fax: +49 6154 71-71711
    E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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