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DisboPOX W 442 2K-EP-Garagensiegel, wässrig

Wässrige, 2K-Epoxidharzversiegelung für Bodenflächen in Garagen, Lager- und Kellerräumen.

  • Verwendungszweck

    Mineralische Bodenflächen und Hart­as­­phalt­estriche im Innenbereich mit geringen bis mittleren Beanspruchun­gen im Privat-, Industrie- und Gewer­be­bereich.
    Bodenflächen in Garagen, Fahrradkel­lern, Wasch- und Sanitärräumen.

    Eigenschaften

    • diffusionsfähig
    • hohe Schlagfestigkeit
    • sehr gute Reinigungsfähigkeit
    • sehr gute Abriebfestigkeit
    • geringer Verschleiß
    • tausalzbeständig
    • reifenfest - beständig gegen Weichmacher­wanderung
    • Beständig gegen Kraftstoff und Motorenöl
    • emissionsminimiert, (AgBB-konform & Eurofins IAC Gold zertifiziert)

    Materialbasis

    2K-Epoxidharz, wässrig

    Farbtöne

    5kg Kunststoff-Kombi-Gebinde:
    • ca. RAL 7023 (Betongrau)
    • ca. RAL 7032 (Kieselgrau)

    10 kg Kunststoff-Kombi-Gebinde:

    • ca. RAL 7023 (Betongrau)
    • ca. RAL 7032 (Kieselgrau)
    • ca. RAL 7027 (Staubgrau)

    5 kg und 10 kg ColorExpress(Kunststoff-Kombi-Gebinde Basis 1 oder Basis 3):

    • Wunschfarbton tönbar an den ColorExpress-Station

    Die Gebinde sind nicht Farbrüttler geeignet. Die Pigmentpaste muss mit  langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) untergemischt werden, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht.

    Glanzgrad

    Glänzend

    Lagerung

    Kühl, trocken und frostfrei.
    Die Temperatur der Komponenten soll beim Mischvorgang zwischen 15 °C und 25 °C liegen.
    Originalverschlos­senes Gebinde mindestens 24 Monate lagerstabil.

    Dichte

    ca. 1,4 g/cm3

    Trockenschichtdicke

    ca. 35 µm/100 g/m2

    Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

    ca. 20.000

    Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g)

    66 mg/30 cm2

    Geeignete Untergründe

    Beton und Zementestrich, starre EP-Beschichtungen sowie Hartasphaltestriche im Innen­bereich.
    Der Un­ter­­grund muss eben, trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein. 
    Die Ober­flä­chenzugfestigkeit des Unter­grun­des muss im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unter­­schreiten.
    Die Untergründe müssen ihre Ausgleichs­feuchte erreicht haben (Beton und Zementestrich: max. 4 CM-%).
    Hartasphaltestriche müssen mind. der Härte­klasse IC 15 entsprechen 

    Untergrundvorbereitung

    Der Untergrund ist durch geeignete mechanische Verfahren, wie z.B. Kugelstrahlen oder Diamantschleiftechnik, vorzubereiten. Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.

    Bei Hartasphaltestrich muss der Zuschlag­stoff nach der Vorbereitung zu mind. 75 % sichtbar sein.
    Starre EP-Be­schichtungen gründlich reinigen und bis zum Weißbruch anschleifen bzw. matt strahlen.

    Materialzubereitung

    Komponente A aufrühren. Komponente B der Komponente A zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) intensiv mischen. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten). Gegebenenfalls langsam die erforderliche Menge DisboADD® 947 einrühren.

    Mischungsverhältnis

    Komp. A : Komp. B = 84 : 16 Gewichtsteile

    Auftragsverfahren

    Je nach Anwendung mit Pinsel, mittelfloriger Walze (11 mm Polyamid) oder Airlessgerät (ohne Filter, mind. 50 bar, Düse: 0,015–0,017 inch, Spritz­winkel: 45 °, Nachrollen wird empfohlen). Auf gleichmäßige Schichtdicken achten, da sonst Glanzunterschiede auftreten können. 

    Beschichtungsaufbau

    Grundierung
    Stark saugende Untergründe mit DisboPOX® W 443 oder DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS grundieren. Normal oder schwach saugende Untergründe können alternativ mit DisboPOX® W 442, 5–10 % mit Wasser verdünnt grundiert werden. Nichtsaugende Untergründe wie Altanstriche und Hartasphalt unverdünnt grundieren.
    Zur Egalisierung von Rautiefen kann eine Kratzspachtelung eingesetzt werden: Siehe Technische Information DisboFLOOR® 420 E.MI PLUS oder DisboPOX® W 453
    Für kleinere Fehlstellen und Unebenheiten Spachtelmasse herstellen aus:
    DisboPOX® 442 GaragenSiegel: 1 Gew.-Teil,
    DisboADD® 942 Mischquarz: 1 Gew.-Teil.

    Versiegelung
    Zwischen- und Schluss­anstrich un­verdünnt auftragen.
    Zur Erzielung einer rutschhemmenden Oberfläche dem Schlussanstrich bis zu 5 Gew.-% DisboADD® 947 Glasperlen fine zugegeben.

    Oberflächengestaltungen
    DisboADD® 8255 Farbchips 1 - 2 mm oder
    DisboADD® 948 Farbchips 2 - 4 mm (nach Trock­nung mit DisboPUR® W 458 versiegeln)

    Verbrauch

    Grundierung
    mineralische Untergründe 
    DisboPOX® W 443 

    ca. 200 g/m2
    Hartasphaltestriche
    DisboPOX® W 442
    5–10 % mit Wasser verdünnt
    ca. 200 g/m2
    Kratzspachtelung
    Für kleine Fehlstellen:
    DisboPOX® W 442 GaragenSiegel
    DisboADD® 942 Mischquarz
    Absandung für rutschhemmende Oberfläche
    DisboADD® 942 Mischquarz

    ca. 1,1 kg/m2/mm
    ca. 1,1 kg/m2/mm

    ca. 1,5–2 kg/m2
    Für raue porige Untergründe:
    DisboPOX® W 453
    DisboADD® 942
    ca. 1.040–1.200 g/m2/mm
    ca. 210–240 g/m2/mm
    Versiegelung
    DisboPOX® W 442

    ca. 230–250 g/m2 je Auftrag
    Versiegelung rutschhemmend
    DisboPOX W 442
    DisboADD® 947 SlideStop Fein

    ca. 180 g/m
    für R 9 ca. 3,6 g/m2 (2 Gew.%)
    für R 10 ca. 9 g/m2 (5 Gew.%) 
    Oberflächengestaltungen
    Chipseinstreuung ohne zusätzliche Versiegelung
    DisboADD® 8255 Farbchips, 1 - 2 mm (Fast Chips)
    ca. 30 g/m2
    Exakte Verbrauchswerte sind am Objekt zu ermitteln. Der Verbrauch der Deckversiegelung auf abgestreuten Beschichtungen variiert bedingt durch Temperatureinflüsse, Applikationsart, Werkzeug sowie verschiedene Abstreumaterialien.
    Alternativ DisboPOX® W 442 5-10 % mit Wasser verdünnt oder DisboFLOOR® 420 oder DisboFLOOR® 462

    Verarbeitbarkeitsdauer

    Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuch­tigkeit ca. 90 Minuten. Höhere Tempera­turen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
    Das Topfzeitende ist durch spürbare Viskositätsveränderung optisch erkennbar.

    Verarbeitungsbedingungen

    Die Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtem­peratur muss mindestens 10 °C betragen und darf 30 °C nicht überschreiten.
    Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer mindestens 3 °C über der Tau­punkttemperatur liegen.
    Während der ­Trock­nungsphase für ausreichende Be- und Entlüf­tung sorgen, da durch das Verdunsten des enthaltenen Wassers die Luftfeuchtigkeit ansteigen kann. Zugluft vermeiden.

    Wartezeiten

    Die Wartezeiten zwischen den Arbeits­gän­gen sollten bei 20 °C mind. 16, max. 48 Stunden betragen.
    Bei längeren Wartezeiten muss die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges angeschliffen werden. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt, durch niedrigere verlängert.

    Trocknung/Trockenzeit

    Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 16 Stunden begeh- und überarbeitbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar.
    Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozes­ses aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Ober­flächenstörungen und Haftungs­minde­run­gen auftreten können.

    Werkzeugreinigung

    sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser.

    Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden.
    Bei schwach deckenden Farbtönen (z.B. Gelb, Orange oder Rot) können mehrere Arbeitsgänge erforderlich sein. Ggf. sollte der erste Anstrich mit einem gut deckenden Grundierfarbton erfolgen.

    Farbtonveränderungen und Kreidungser­scheinungen sind bei UV- und Witterungsein­flüssen möglich.Das BFS-Merkblatt 25 ist zu beachten. Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) so­wie verschiedene Chemikalien (z.B. Desin­fektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen.

    Die DISBON Bautenschutz-Verarbeitungshinweise für Fußböden sind zu beachten.

    Gutachten

    auf Anfrage

    Reinigung und Pflege

    DISBON Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden  beachten.

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Nur für gewerbliche Verarbeitung bestimmtes Produkt.

    Komponente A:
    Verursacht schwere Augenschäden. Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen. Enthält: Epoxidharz-Aminaddukt. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.


    Komponente B:
    Verursacht Hautreizungen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Verursacht schwere Augenreizung. Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Einatmen von Nebel oder Dampf vermeiden. Nach Gebrauch Haut gründlich waschen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Schutzhandschuhe/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Verschüttete Mengen aufnehmen. Enthält: Bis-[4-(2,3-epoxipropoxi)phenyl]propan, Bisphenol-F-Epoxidharz MG <700, p-tert-Butylphenyl-1-(2,3-epoxy)propylether.

    Hotline für Allergieanfragen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

    Entsorgung

    Inhalt und Behälter in Übereinstimmung mit den lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen. Nicht ausgehärtete Produktrest und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen. Abfall sollte nicht über Abwässer entsorgt werden.

    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

    dieses Produktes (Kat. A/j) 140 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 10 g/l VOC.

    Giscode

    • RE 20

    Nähere Angaben

    zu Gefahrenhinweisen/ Sicherheitsratschlägen: Siehe Sicherheitsdatenblätter.

    CE-Kennzeichung

    EN 13813
    Die EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und An­forderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fußbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.
    Produkte, die o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde sowie im Anhang der Leistungserklärung gemäß BauPVO, die im Internet unter www. disbon.de abgerufen werden kann.

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: +49 6154 71-71710
    Fax: +49 6154 71-71711
    E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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