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Disboxid Gewässerschutz-System WHG-Standard

WHG-Neu
Zur Abdichtung mineralischer Bodenflächen gegen nichtbrennbare,
wassergefährdende Stoffe.
WHG-AS Neu
Zur Abdichtung mineralischer Bodenflächen gegen brennbare
– auch explosive – wassergefährdende Stoffe.
Geprüfte und vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassene Beschichtungssysteme für den anlagenbezogenen Gewässerschutz.
Zugelassen für den Einsatz in LAU-Anlagen (Lagern, Abfüllen, Umschlagen) durch die bauaufsichtlichen Zulassungen Z-59.12-348 (WHG-Neu) und Z-59.12-349 (WHG-AS Neu).
Befahrbar, alterungs- und witterungsbeständig, mechanisch hoch belastbar, dadurch auch in HBV-Anlagen (Herstellen, Behandeln, Verwenden) anwendbar. Rissüberbrückend bis 0,3 mm.

Die Disbon Gewässerschutz-Systeme sind zugelassene, chemikalienbeständige, rissüberbrückende und mechanisch hoch belastbare Beschichtungssysteme. Sie be­stehen insgesamt aus 2 Aufbauvarianten.
AufbauProdukt
WHG-Neu
GrundierungDisboXID 5011 WHG 2K-EP-Grundierung
Zwischenschicht (Kratzspachtelung)DisboXID 5011 WHG 2K-EP-Grundierung gefüllt mit Quarzsand
SchlussbeschichtungDisboXID 5044 WHG 2K-EP-Verlaufsbeschichtung
WHG-AS Neu
GrundierungDisboXID 5011 WHG 2K-EP-Grundierung
Zwischenschicht (Kratzspachtelung)DisboXID 5011 WHG 2K-EP-Grundierung gefüllt mit Quarzsand
ErdungDisboADD 973 Kupferband
Leitfähige ZwischenschichtDisboPOX W 5022 WHG 2K-EP-Leitschicht
SchlussbeschichtungDisboXID 5033 WHG, AS 2K-EP-Verlaufsbeschichtung
Liste der Flüssigkeiten bei den Beanspruchungsstufen hoch, mittel und gering gemäß Arbeitsblatt DWA-A-786, Technische Regeln wassergefährdender Stoffe (TRwS), Ausführung von Dichtflächen; DWA (Fassung Oktober 2020)
• Hoch ≤ 28 Tage, ◑ Mittel ≤ 14 Tage, ¤ Gering ≤ 7 Tage
MediengruppeFlüssigkeiten für die Anlagenbetriebsarten Lagern (L), Abfüllen (A) und Umladen (U) der Beanspruchungsstufen "hoch" (3), "mittel" (2) und "gering" (1)Betriebsart und StufeDisbon Gewässerschutz-System
 WHG-NeuWHG-AS Neu
1Ottokraftstoffe nach DIN EN 228 mit einem maximalen (Bio) Ethanolgehalt von 5 Vol.-% nach DIN EN 15376L3 / AU2
1aOttokraftstoffe nach DIN EN 228 und DIN 51626-1 mit Zusatz von Biokraftstoffkomponenten nach RL 2009/28/EG bis zu einem Gesamtgehalt von max. 20 Vol.-%L3 / AU2
2FlugkraftstoffeLA3 / U2
3Heizöl EL nach DIN 51603-1, ungebrauchte Verbrennungsmotorenöle und Kraftfahrzeug-Getriebeöle, Gemische aus gesättigten und aromatischen Kohlenwasserstoffen mit einem Aromatengehalt von < 20 Ma.-% und einem Flammpunkt > 60 °CLA3 / U2
3bDieselkraftstoffe nach DIN EN 590 mit Zusatz von Biodiesel nach DIN EN 14214 bis zu einem Gesamtgehalt von max. 20 Vol.-%LA3 / U2
3cDieselkraftstoffmischungen nach DIN EN 16709 mit hohem Anteil FAME bis zu einem Gesamtgehalt von max. 30 Vol.-%LA3 / U2
4Kohlenwasserstoffe sowie benzolhaltige Gemische mit max. 5 Vol.-% Benzol, außer Kraftstoffe und Rohöle (für nichtableitfähige Beschichtungssysteme)LA3 / U2
4aBenzol und benzolhaltige GemischeLA3 / U2
4bRohöleLA3 / U2
4cGebrauchte Verbrennungsmotorenöle und Kraftfahrzeug-Getriebeöle mit einem Flammpunkt > 60 CLA3 / U2
5ein- und mehrwertige Alkohole mit max. 48 Vol.-% Methanol und Ethanol (in Summe), Glykole, Polyglykole, deren Monoether sowie deren wässrige GemischeLU2 / A1
5aAlkohole und Glykolether sowie deren wässrige GemischeLU2 / A1
5bein- und mehrwertige Alkohole 5 C2 mit max. 48 Vol.-% Ethanol sowie deren wässrige GemischeLU2 / A1
5cEthanol einschließlich Ethanol nach DIN EN 15376 (unabhängig vom Herstellungsverfahren) sowie deren wässrige LösungenLU2 / A1
6baromatische HalogenkohlenwasserstoffeLAU2
7organischen Ester und Ketone, außer BiodieselLAU2
7aaromatische Ester und Ketone, außer BiodieselLAU2
8wässrige Lösungen aliphatischer Aldehyde bis 40 %LA3 / U2
8aaliphatische Aldehyde sowie deren wässrigen LösungenLA3 / U2
9wässrige Lösungen organischer Säuren (Carbonsäuren) bis 10 % sowie deren Salze (in wässriger Lösung)LA3 / U2
9aorganische Säuren (Carbonsäuren, außer Ameisensäure) sowie deren Salze (in wässriger Lösung)LAU1¤¤
10anorganische Säuren (Mineralsäuren) bis 20 % sowie sauer hydrolysierende, anorganische Salze in wässriger Lösung (pH < 6), außer Flusssäure und oxidierend wirkende Säuren und deren SalzeLA3 / U2
11anorganische Laugen sowie alkalisch hydrolysierende, anorganische Salze in wässriger Lösung (pH > 8), ausgenommen Ammoniaklösungen und oxidierend wirkende Lösungen von Salzen (z. B. Hypochlorit)LA3 / U2
12wässrige Lösungen anorganischer, nicht oxidierender Salze mit einem pH-Wert zw. 6 und 8LA3 / U2
13Amine sowie deren Salze (in wässriger Lösung)LA3 / U2
14wässrige Lösungen organischer TensideLA3 / U2
15aacyclische EtherLU2 / A1¤¤
EinzelflüssigkeitenSalpetersäure 15 %L3 / AU2
Phosphorsäure 60 %LAU2
System WHG-Neu anwendbar, soweit die Flüssigkeiten (nach Gefahrstoffverordnung) nicht entzündlich, nicht leicht entzündlich oder nicht hoch entzündlich sind und das Beschichtungssystem aufgrund der Gefährdungsbeurteilung nach § 3 der Betriebssicherheitsverordnung nicht in der Lage sein muss, elektrostatische Aufladungen abzuleiten.

Einsatzgebiete

Abdichtung von Bodenflächen für den anlagenbezogenen Gewässerschutz in Industrie- und Gewerbebetrieben und von Auffangwannen und -räumen zur Lagerung wasser­ge­fähr­dender Flüssigkeiten.

System WHG-Neu für Bereiche, in denen mit nichtbrennbaren – jedoch auch VbF A III – wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird.

System WHG-AS Neu für Bereiche mit Explosionsgefahr bzw. Bereiche, in de­nen mit brennbaren, wassergefährdenden Stoffen (VbF A I, A II und B) umgegangen wird. Das System hat einen Erdableitwiderstand von RE < 106 Ohm gemäß DIN EN 61340-4-1.

Die Disbon Gewässerschutz-Systeme sind nach den Bau- und Prüfgrundsätzen für den Gewässerschutz, Teil 1, des Deutschen Instituts für Bautechnik, Berlin zu­­gelassen für wassergefährdende Flüssigkeiten der genannten Chemikaliengruppen.

Die Produkte verfügen mit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (abZ) nach den bauordnungsrechtlichen Vorschriften (MBO § 17) über einen bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweises als Ersatz für die wasserrechtliche Eignungsfeststellung gemäß WHG § 632 nach WasBauPVO23.

Materialbasis

DisboXID 5011 WHG 2K-EP-Grundierung
Farbloses 2K-Epoxidflüssigharz, total solid gem. Deutscher Bauchemie.

DisboXID 5033 WHG, AS 2K-EP-Verlaufsbeschichtung
Pigmentiertes, leitfähiges 2K-Epoxidflüssigharz, total solid gem. Deutscher Bauchemie.

DisboXID 5044 WHG 2K-EP-Verlaufsbeschichtung
Pigmentiertes 2K-Epoxidflüssigharz, total solid gem. Deutscher Bauchemie.

DisboPOX W 5022 WHG 2K-EP-Leitschicht
Leitfähiges, pigmentiertes, wässriges 2K-Epoxidflüssigharz.

Glanzgrad

Glänzend (Deckschicht)

Technische Daten

DisboXID 5011 DisboXID 5033DisboXID 5044DisboPOX W 5022
Dichteca. 1,1 g/cm3ca. 1,6 g/cm3ca. 1,6 g/cm3ca. 1,08 g/cm3
Mischungsverhältnis
Grundmasse:
Härter:
2 Gew.-Teile
1 Gew.-Teile
4 Gew.-Teile
1 Gew.-Teil
4 Gew.-Teile
1 Gew.-Teil
1 Gew.-Teile
4 Gew.-Teile
Verbrauchca. 300–400 g/m2

Kratzspachtelung:
Material, 1 : 0,8
gemischt mit Quarzsand
ca. 2.500 g/m2

außerhalb WHG:
ca. 1.800 - 2.000 g/m2
ca. 2.500 g/m2ca. 120 g/m2
Verarbeitungsdauer ca. 20 Min.ca. 20 Min.ca. 20 Min.ca. 60 Min.
Trockenzeit
Begehbar
Mechan. und chem.
voll belastbar

nach 6-8 Std.

nach 7 Tagen

nach 14-18 Std.

nach 7 Tagen

nach 14-18 Std.

nach 7 Tagen

nach 18-24 Std.

Verarbeitungstemp.
Minimum
Maximum
10 °C
30 °C
10 °C
30 °C
10 °C
30 °C
15 °C
30 °C
Abrieb nach Taber
(CS 10/100 U/1000 g)
ca. 50 mgca. 50 mg
Ableitwiderstand< 106 Ohm< 105 Ohm
Anhaltswerte bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit.

Chemikalienbeständigkeitstabelle

GruppeStoffbezeichnung
(alphabetisch geordnet)
Disbon Gewässerschutz-System
WHG-NeuWHG-AS Neu
8Acetaldehyd
7Aceton
7aAcetophenon
7Acrylsäureester
14Alkansulfonate, 5 % wäß. Lsg.
14Alkylphenolpolyglykolether, 5 % wässrige Lsg.
14Alkylphosphate, 5 % wässrige Lsg.
5Allkylalkohol
10Aluminium (III)-chloridlsg., ges. Lsg.
9Ameisensäure < 3 %
7Ameisensäureethylester
11Ammoniak Lösung 32 %
12Ammoniumchlorid, ges. Lsg.
12Ammoniumsulfat, ges. Lsg.
13Anilin
9Äpfelsäure, ges. Lsg.
9Ascorbinsäure, ges. Lsg.
12Bariumchlorid, ges. Lsg.
11Bariumhydroxid, ges. Lsg.
14Benzalkon A, 5 % wässrige Lsg.
1Benzin + 5 % Ethanol
1Benzin normal
1Benzin super
9Benzoesäure, ges. Lsg.
4aBenzol
5Benzylalkohol
13Benzylamin
9Bernsteinsäure, ges. Lsg.
12Borax, ges. Lsg.
10Bromwasserstoffsäure < 20 %
5Butanole
9Buttersäure
7Butylacetat
13Butylamin
5Butyldiglykol
5Butylglykol
7Butyllaurat
8Butyraldehyd
10Calciumchloridlsg. gesättigt (42 %)
11Calciumhydroxid (Kalkmilch) gesättigt (0,2 %)
GruppeStoffbezeichnung
(alphabetisch geordnet)
Disbon Gewässerschutz-System
WHG-NeuWHG-AS Neu
Chromsäure (50%)
4Cyclohexan
4Cyclooctan
4Cycloocten
4Cyclopentan
5Cyclopentanol
4Dekalin
131.2 Diaminocyclohexan
4Dieselkraftstoff
13Diethanolamin
5Diethylenglykol
13Diethylentriamin
7Diisopropylketon
7Diisobutylketon
133.3 Dimethyl
24.4 Diaminodicyclomethan Düsenkraftstoff Jet A-1
2Düsenkraftstoff JP 4
12Eisen (II)-Sulfat, ges. Lsg.
10Eisen (III) - Chloridlsg., ges. Lsg.
9Essigsäure < 20 %
5Ethanol
7Ethylacetat
7Ethylamylketon
5Ethyldiglykol
13Ethylendiamin
7Ethylglykolacetat
14Fettalkoholpolyglykolether, 5 % wässrige Lösung
14Fettaminethoxylate, 5 % wässrige Lsg.
2Flugkraftstoffe
2Flugkraftstoff 100 LL
8Formaldehyd < 20 %
8Fufural
9Gerbsäure
8Glutardialdehyd
5Glykol
8Glyoxal
5Glyzerin
9Harnsäure
3Heizöl
4Heptan
GruppeStoffbezeichnung
(alphabetisch geordnet)
Disbon Gewässerschutz-System
4Hexan
5Hexanole
7Isobutylacetat
13Isophorondiamin
5Isopropylglykol
10Jodwasserstoffsäure < 20%
12Kalialaun, ges. Lsg.
12Kaliumchlorid, ges. Lsg.
11Kaliumhydroxid < 50%
12Kaliumnitrat, ges. Lsg.
12Kaliumsulfat, ges. Lsg.
12Kobaltsulfat, ges. Lsg.
12Kupfersulfat, ges. Lsg.
14Laurylethersulfate, 5% % wäß. Lsg.
12Lithiumcarbonat, ges. Lsg.
12Lithiumchlorid, ges. Lsg.
11Lithiumhydroxid, ges. Lsg.
10Magnesiumchloridlsg., ges. Lsg. (35 &)
12Magnesiumsulfat, ges. Lsg.
9Maleinsäure
12Meerwasser
7Methacrylsäureester
7Methylacetat
7Methylbutylether
5Methyldiglykol
7Methylethylketon
7Methylformiat
5Methylglykol
7Methylglykolacetat
7Methylisobutylketon
7Methylpropylketon
9Milchsäure < 50 %
6bMonochlorbenzol
13m-Xylylendiamin
13N-Aminoethylpiperazin
4Naphta
4aNaphtalin
11Natriumcarbonat, ges. Lsg.
12Natriumchlorid ges. Lsg.
10Natriumdisulfit, ges. Lsg.
11Natriumhydroxid (Natronlauge) bis 50 %
11Natriumhypochloritlsg. 13 % (Chlorbleichlauge, Aktivchlorgehalt ≤ 160 g/l)
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Geeignete Untergründe

Mineralische Untergründe im Innen- und Außenbereich.
Der Un­ter­­grund muss trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Druckfestigkeit des Untergrundes: ≥ 25 N/mm2.

Ober­flä­chenzugfestigkeit des Unter­grun­des: im Mittel ≥ 1,5 N/mm²
kleinster Einzelwert: ≥ 1,0 N/mm2
Die Untergründe müssen ihre Ausgleichs­feuchte erreicht haben:
Beton und Zementestrich: max. 4 Gew.-% (CM-Methode)
Prüfmethoden für die genannten Werte gemäß DAfStb-Richtlinie, Teil 3.

Aufsteigende Feuchtigkeit ist auszuschlie­ßen.

Für eine Beschichtung gemäß bauaufsichtlicher Zulassung muss der Untergrund den Vorgaben der Bau- und Prüfgrundsätze entsprechen (siehe „Bauliche Voraussetzungen").

Untergrundvorbereitung

Der vorhandene zementöse Untergrund wird durch staubarmes Strahlen mit festem Strahlgut (Kugelstrahlen) bei gleichzeitigem Absaugen vorbereitet. Der Grad des Abtrages minderfester Schichten ist abhängig vom Strahl-Druck sowie von Art und Menge des Strahlmittels. Schleifen ist nur bei örtlich kleineren Flächen (Randbearbeitung) zulässig, ausgenommen ist die Vorbereitung durch Diamantschleiftechnik zur Entfernung minderfester Schichten.
Weiterhin sind das BEB-Arbeitsblatt KH-0/U, das BEB-Arbeitsblatt KH 3 sowie die Tabelle 2.5 der Instandsetzungsrichtlinie, Teil 2 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton zu beachten. Altbeschichtungen entfernen.
Ausbruch- und Fehlstellen im Untergrund mit den Disbocret®-PCC-Mörteln oder den Disboxid-EP-Mörteln oberflächenbündig verfüllen.
Silikonhaltige Materialien dürfen vor und während der Beschichtungsmaßnahme in der Umgebung nicht verwendet werden, da sie zu Oberflächenstörungen führen können.

Bundesverband Estrich und Belag e.V., 53842 Troisdorf-Oberlar

GruppeStoffbezeichnung
(alphabetisch geordnet)
Disbon Gewässerschutz-System
12Natriumnitrat, ges. Lsg.
12Natriumnitrit, ges. Lsg.
12Natriumsulfat, ges. Lsg.
11Natriumsulfid, ges. Lsg.
13N.N-Dimethylanilin
4Octan
9Ölsäure
2Ottokraftstoffe, DIN 51 600, DIN 51 607
9Oxalsäure, ges. Lsg.
7Oxalsäurediethylester
9Palmitinsäure
4Paraffine
4Pentan
5Pentanole (Amylalkohole)
7Pentanon
4Petroleum
7/ 10Phosphorsäure bis 60 %
5Polyethylenglykole
5Propanole
8Propionaldehyd
9Propionsäure 30 %
5Propylenglykol
14quarternäre Ammoniumverbindungen, 5 % wässrige Lsg.
10Salpetersäure ≤ 15 %
10Salzsäure ≤ 37 %
10Schwefelsäure ≤ 90 %
10schweflige Säure 5-6 %
4Shellsole
4Skydrol
Hinweis: In Auffangwannen müssen alle innenliegenden Kanten als Hohlkehle ausgebildet werden. Dafür eignet sich ein Mörtelbelag aus DisboXID 5011 + Quarzsand im Mischungsverhältnis 1 : 7 bis 9

Zubereitung

DisboXID 5011, DisboXID 5033 und DisboXID 5044 werden im ab­ge­stimm­ten Mischungsverhältnis (Komp. A im Hobbock, Komp. B in Blechkanne) geliefert, DisboPOX W 5022 (Komp. A und Komp. B) in Kunststoffeimern. Komp. A aufrühren, Komp. B zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) intensiv mi­schen, bis eine schlierenfreie, gleichmäßige Masse entsteht. Diese in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen.

Zur Verarbeitung an geneigten bzw. senkrechten Flächen wird der Deckschicht DisboADD 952 Stellmittel, ca. 2 %, zugegeben.

Beschichtungsaufbau

System WHG-Neu

1. Grundbeschichtung
Auf den vorbereiteten Untergrund DisboXID 5011 gießen und mit Gummirakel gleichmäßig verteilen. Zur Vermeidung von Fehlstellen das verteilte Material mit einer mittelflorigen Walze oder Versiegelerbürste nacharbeiten. 
Verbrauch: DisboXID 5011: ca. 300–400 g/m2

2. Kratzspachtelung
Untergrund wie unter Punkt 1 beschrieben grundieren.
Mörtel herstellen aus:
DisboXID 5011: 1 Gew.-Teil
Quarzsand: 0,8 Gew.-Teile
Das frische Material mit einer Glättkelle scharf über das Korn abziehen
Verbrauch: Abhängig von der Rautiefe des Untergrundes

Innenecken als Hohlkehle mit einer Mischung aus DisboXID 5011 und Quarzsand ausbilden.

3. Schlussbeschichtung
Nach einer Wartezeit von mind. 18 Std. bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit DisboXID 5044 auf die vorbereitete Fläche gießen und mit Hartgummi-Zahnrakel mit geeigneter Zahnung gleichmäßig verteilen. Bei geneigten und senkrechten Flächen bis zu 2 % DisboADD 952 Stellmittel zugeben.
Hinweis: Beschichtung mit der Stachelwalze entlüften.

Verbrauch: DisboXID 5044: mind. 2.500 g/m2

Zur Mattierung der Oberfläche und zur Erhöhung der Rutschhemmung kann DisboADD 955 Mattierungsmittel, 20 g/m2, mit einer Trichterpistole in die frische Beschichtung eingeblasen werden.

System WHG-AS Neu

1. Grundbeschichtung
DisboXID 5011 auf den vorbereiteten Untergrund gießen und mit Gummirakel gleichmäßig verteilen. Zur Vermeidung von Fehlstellen das verteilte Material mit einer mittelflorigen Walze oder Versiegelerbürste nacharbeiten.
Verbrauch: DisboXID 5011: ca. 300–400 g/m2

Raue Untergründe zusätzlich mit einer Kratzspachtelung (Grundierung mit Quarz­sand gemischt) egalisieren.

2. Kratzspachtelung
Untergrund wie unter Punkt 1 beschrieben grundieren.
Mörtel herstellen aus:
DisboXID 5011: 1 Gew.-Teil
Quarzsand DisboADD 942: 0,8 Gew.-Teile
Das frische Material mit einer Glättkelle scharf über das Korn abziehen
Verbrauch: Abhängig von der Rautiefe des Untergrundes

Innenecken als Hohlkehle mit einer Mischung aus DisboXID 5011 und Quarzsand ausbilden.
gemäß Zulassung Quarzsandgemisch bestehend aus Quarzmehl (< 0,06 mm) und Quarzsand (0,06 - 0,3 mm).

3. Leitfähige Zwischenschicht
Nach einer Wartezeit von mind. 18 Std. bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit DisboADD 973 Kupferband (Länge ca. 50 cm) – umlaufend an den Bereichen Boden/Wand (siehe Abb.) – mit max. 20 m Abstand aufkleben. Es sind min­destens zwei Erdan­­­schlüs­se je zusammenhängender Fläche anzubringen. Flächen, die durch Fugen voneinander getrennt sind, müssen separat geerdet werden.

Die Oberfläche des Kupferbandes mit einem mit DisboADD 419 Verdünner/Reiniger befeuchteten Lappen reinigen, nach Ab­schluss der Beschich­tungsarbeiten das Kup­ferband bauseits an die Erdung an­schließen. Bei großen, zusammenhängenden Flä­chen darf der Abstand von 20 m zwischen den Kupferbändern nicht überschritten werden, z.B. indem zusätzliche Erdungsanschlüsse an Stützen oder Einbauteilen hergestellt werden. Nach Verlegung des Kupferbandes DisboPOX W 5022 auf die gesamte Fläche aufbringen und mit einer Walze gleichmäßig verteilen.
Hinweis: Vor dem Auftragen der Schlussbeschichtung die Ableitfähigkeit der Zwischenschicht überprüfen. Der Ableitwiderstand, gemessen in Anlehnung an die DIN EN 1081, soll 105 Ohm unterschreiten.

Verbrauch: DisboPOX W 5022 WHG-Leitschicht: ca. 120 g/m2

4. Leitfähige Schlussbeschichtung
Nach einer Wartezeit von mind. 14-18 Std. bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit DisboXID 5033 auf die vorbereitete Fläche gießen und mit Hartgummi-Zahnrakel mit geeigneter Zahnung gleichmäßig verteilen. Bei geneigten und senkrechten Flächen bis zu 2 % DisboADD 952 Stellmittel zugeben.

Verbrauch: DisboXID 5033: ca. 2.500 g/m2

Hinweis: Der Materialverbrauch darf nicht wesentlich überschritten werden, da sonst die Leitfähigkeit nicht mehr gewährleistet werden kann. Beschichtung zwingend mit der Stachelwalze  entlüften, um die Kohlefasern auszurichten.
Hinweis: Außerhalb von zulassungspflichtigen WHG-Maßnahmen kann DisboXID 5033 mit einem verringerten Verbrauch von ca. 1,5 - 2,2 kg/m2 als ableitfähige Beschichtung eingesetzt werden.

Zur Mattierung der Oberfläche und zur Erhöhung der Rutschhemmung kann DisboADD 955 Mattierungsmittel, 20 g/m2, mit der Trichterpistole in die frische Beschichtung eingeblasen werden.

Bild 3 (003250.jpg)
Bild 3:
Grundriss Erdanschluss, System WHG AS-Neu
(1) DisboADD 973 Kupferband
(2) Kupferlitze, 4 mm2, zum Anschluss an die Erdung (Ringleitung)

Verarbeitungstemperatur

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
siehe Tabelle:
Produktmin.max.
DisboXID 501110 °C30 °C
DisboPOX W 502215 °C30 °C
DisboXID 503310 °C30 °C
DisboXID 504410 °C30 °C
Die Un­tergrundtemperatur muss mind. 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen, die maximale relative  Luftfeuchtigkeit liegt bei 75 %..

Trockenzeit

Bei 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit:
DisboXID 5011: Nach 6-8 Stunden begehbar und überarbeitbar nach mind. 18 und max. 48 Stunden mit DisboPOX W 5022  bzw. DisboXID 5044.
DisboXID 5044: Nach ca. 14-18 Stunden begehbar, nach 7 Tagen mechanisch und chemisch voll belastbar.
DisboPOX W 5022: Nach 18-24 Stunden begehbar, über­arbeitbar nach mind. 18 und max. 48 Stunden.
DisboXID 5033: Nach ca. 14-18 Stunden begehbar, nach 7 Ta­gen mechanisch und chemisch voll be­astbar.
Hinweis: DisboXID 5033 darf nicht mit sich selbst überarbeitet werden, da sonst die Ableitfähigkeit nicht gewährleistet ist.

Werkzeugreinigung


Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen Geräte und Werkzeuge mit ge­eigneten Mitteln (siehe Tabelle) reinigen.
ProduktReiniger
DisboXID 5011
DisboXID 5033
DisboXID 5044
DisboADD 419 Verdünner/Reiniger für EP-Harze
DisboPOX W 5022Wasser oder warmes Seifenwasser
Gefahrenhinweise und Sicherheitsratschläge, Giscodes und Entsorgung sowie VOC- und CE-Kennzeichnung für die einzelnen System-Komponenten:
Bitte die jeweiligen Technischen Informationen beachten:
DisboXID 5011
DisboPOX W 5022
DisboXID 5033
DisboXID 5044

Gutachten

Aktuelle Gutachten auf Anfrage.

Beschichtung von Auffangwannen

Anforderungen an den Verarbeiter:
Der Einbau des Beschichtungssystems darf nur von Betrieben vorgenommen werden, die für diese Tätigkeiten Fachbetrieb gemäß § 3 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen vom 31. März 2010 (BGBl. I S. 377) sind. Nach Fertigstellung der Beschichtung ist an gut sicht­­­­­­­ba­rer Stelle ein Schild mit Angaben zu Be­schichtungssystem, Ausführungsdatum und Verarbeiter anzubringen. Entsprechende Schilder können bei Disbon angefordert werden

Bauliche Voraussetzungen:

Für die Planung und die Bemessung von Auffangwannen, Auffangräumen und Flächen aus Stahlbeton gelten die Vorschriften nach DIN EN 1992-1-16 und DIN 1045-27 in Verbindung mit DIN EN 206-18 sowie DIN 1045-39 in Verbindung mit DIN EN 1367010, wobei eine Rissbreitenbegrenzung entsprechend der Rissüberbrückungsfähigkeit des Beschichtungs-systems zu berücksichtigen und zu beachten ist.

Auffangwannen, Auffangräume und Flächen, die mit dem Beschichtungssystem beschichtet werden sollen, dürfen aufgrund ihrer Bemessung und Nutzungsbedingungen unter den in der DAfStb-Richtlinie "Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen", Teil 111, Abschnitt 4.3 aufgeführten mechanischen Einwirkungen keine Risse mit Breiten größer als
− 0,2 mm bei der Verwendung des Beschichtungssystems mit Stellmittelzugabe bis zu 2 % und
− 0,3 mm bei der Verwendung des Beschichtungssystems mit ohne Stellmittelzugabe
aufweisen oder erwarten lassen. Ggf. vorhandene Risse oder Fehlstellen sind vor dem Aufbringen des Beschichtungssystems zu schließen bzw. auszubessern.

Darüber hinaus müssen vor dem Einbau (Applikation) des Beschichtungssystems folgende bauliche Voraussetzungen gegeben sein:
− Arbeitsfugen sind zu vermeiden. Sofern Arbeitsfugen unvermeidbar sind, sind sie gemäß DIN 1045-3, Abs. 8.4 (5) in Verbindung mit DIN EN 13670, Absatz 8 auszubilden.
− Innen liegende Kanten sind als Hohlkehle auszuführen.
− Wassereinwirkung auf die Rückseite des Beschichtungssystems muss vermieden werden. Wenn Grund-, Sicker- oder andere Wässer von der Rückseite in das Bauwerk eindringen können, ist dieses gemäß DIN 18533-112, DIN 18533-213 und DIN 18533-314 abzudichten.
− Betonflächen müssen mindestens 28 Tage alt, trocken (Restfeuchte ≤ 4 %, CM-Messung) und frei von Verunreinigungen sein sowie eine ausreichende Oberflächenhaftfestigkeit aufweisen, bevor sie beschichtet werden. Die Oberflächenzugfestigkeit muss im Mittel mindestens 1,5 N/mm2 betragen.
− Vor dem Aufbringen des Beschichtungssystems müssen die Betonflächen gemäß den Bestimmungen dieses Bescheides und den Angaben des Antragstellers vorbereitet und ggf. nur mit den vom Antragsteller angegebenen, geeigneten und mit dem Beschichtungs-system verträglichen Produkten ausgebessert werden.
− Die zu beschichtende Betonfläche ist durch den Betrieb nach Abschnitt 3.2.1 (1) gemäß Abschnitt 3.2.2 der AbZ zu beurteilen und abzunehmen.

Das Beschichtungssystem darf erst aufgebracht werden, wenn die vorgenannten baulichen Voraussetzungen gegeben sind.

Zusätzliche Informationen

Bei der Verarbeitung der Disbon Ge­wäs­serschutz-Systeme sind die Angaben des Deutschen Instituts für Bautechnik in der bauaufsichtlichen Zulassung zu beachten.
  • System WHG-Neu:
    Bauaufsichtliche Zulassung Z-59.12-348
  • System WHG-AS Neu:
    Bauaufsichtliche Zulassung Z-59.12-349

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblätter.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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