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DisboPUR W 357 2K-PU-Versiegelung, seidenmatt, transparent, wässrig

Verwendungszweck

Zur seidenmatten Versiegelung von PUR- und EP-Beschichtun­gen im Innen­bereich.
Geprüft als Versiegelung im Disbon ComfortFloor System auf DisboPUR 385. 
In Verbindung mit DisboADD 947 Glasperlen Fine einsetzbar zur Erhöhung der Trittsicherheit.

Eigenschaften

  • emissionsminimiert
  • diffusionsfähig
  • erhöht die Kratzfestigkeit von PUR- und EP-Beschich­tungen
  • gut UV- und chemikalienbeständig
  • Schutzversiegelung für abgechipste Bodenbeschichtungen
  • geeignet für Stuhlrollenbelastung gemäß EN 425: 2002 

Geprüft nach den AgBB-Prüfkriterien für VOC-Emissionen aus innenraumrelevanten Bauprodukten. Das Bewertungs­sche­ma des AgBB (Ausschuss zur ge­sund­heit­lichen Bewertung von Bauprodukten) wurde von den Umwelt- und Gesund­heits­behörden für die Verwendung von Baumaterialien in sensiblen Bereichen, wie z.B. Aufenthaltsräumen, abgeleitet.

Materialbasis

Wässrige 2K-Polyurethan-Dispersion.

Verpackung/Gebindegrößen

9 kg Blech-Kombi-Gebinde

Farbtöne

Transparent

Glanzgrad

Seidenmatt

Lagerung

Kühl, trocken, frostfreI
Originalverschlos­se­nes Gebinde mindestens 9 Monate lagerstabil. Bei tieferen Temperaturen den Werk­stoff vor der Ver­arbeitung bei 20 °C lagern.

Dichte

ca. 1,05 g/cm3

Trockenschichtdicke

ca. 44 µm/100 g/m2

Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g)

17 mg/30 cm2

Chemikalienbeständigkeit

Chemikalienbeständigkeitstabelle in Anlehnung an DIN EN ISO 2812-3:2007 bei 20 °C
7 Tage
Prüfgruppen nach den Bau- und
Prüfgrundsätzen des DIBt, Berlin

Gruppe 1: Ottokraftstoffe+
Gruppe 3:
Heizöl EL (nach DIN 51 603-1)
+
Gruppe 4: alle Kohlenwasserstoffe+
Gruppe 7b:
Biodiesel (nach DIN EN 14214)
+
Gruppe 8: wässrige Lösungen
aliphatischer Aldehyde bis 40%
+
Gruppe 9: wässrige Lösungen
anorganischer Säuren (Carbon-
säuren) bis 10%
+ (V)
Gruppe 10: Mineralsäuren bis 20%+
Gruppe 11: anorganische Laugen+
Gruppe 14: wässrige Lösungen
organischer Tenside
+
Skydrol+
Zitronensäure 10 %+
Eisen III Chloridlösung, gesättigt+
Phosphorsäure 85 %+
Xylol+
Ammoniak 25 %+
Cola+
Kaffee+ (V)
Rotwein+ (V)
Ethanol 40 %+
Ethanol 96 %+
Dest. Wasser+
Testbenzin (Terpentinersatz)+
Salzsäure 10 %+
Salzsäure 30 %+ (V)
Zeichenerklärung: + = beständig, V = Verfärbung

Geeignete Untergründe

Festhaftende, PUR- und EP-Beschichtungen.
Der Untergrund muss trocken, tragfä­hig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Sub­stanzen sein.

Nicht auf saugfähigen Untergründen, wie z.B. Beton, Estrich oder Holz, einsetzen.

Untergrundvorbereitung

Untergrund durch geeignete Maßnahmen, wie gründliches Abkehren und Ab­sau­gen, (insbesondere bei abgechipsten Flä­chen) so vorbereiten, dass er die aufgeführten Anforde­rungen erfüllt. Ggf. die Flächen zusätzlich mit Microfaser- oder Staubbindetüchern entstauben.

Bei neu aufgetragene Reaktionsharz-Be­schich­­­tungen müssen die zulässigen Wartezeiten zur Überarbeitung eingehalten werden. Beim Überschreiten der Wartezeiten muss die Be­schichtung an­geschliffen werden.

Altbeschichtungen sind so anzuschleifen, dass eine matte Oberfläche entsteht (Weißbruch). Kei­ne groben Schleifmittel verwenden, um Kratzer zu vermeiden. Kratzer und Unebenheiten im Untergrund werden mit der Versiegelung nicht egalisiert.

Materialzubereitung

Komp. B  der Komp. A zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/ min) intensiv mischen, bis die Masse schlierenfrei ist. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten).

Mischungsverhältnis

Komp. A : Komp. B = 5 : 1 Gewichtsteile

Auftragsverfahren

Das Material kann gestrichen oder gerollt werden (mit texturiertem Polyamid-Roller, z.B. Rotanyl Maler-Walze, 8 mm, Florhöhe: 11 mm, Firma Rotaplast).
Für eine gleichmäßige Optik immer frisch in frisch arbeiten. Beim Rollen des Materials ist darauf zu achten, dass in gleichmäßigen Bahnen gearbeitet wird, um Rollspuren zu vermeiden.

Beschichtungsaufbau

Glatte Oberfläche
Das Material in ein bis zwei Arbeitsgängen gleichmäßig im Kreuz­gang dünnschichtig auftragen. Zusammen­hängende Flächen in einem Zug versiegeln, um sichtbare Ansätze zu vermeiden.

Rutschhemmende Oberfläche
Dem Ma­terial 2–3 Gew.-% DisboADD 947 Glasperlen Fine zufügen, gründlich untermischen und wie unter "Glatte Oberfläche" beschrieben versiegeln. Material im Gebinde zwi­schendurch aufrühren.

DisboPUR W 357 ist mit zweifachem Materialauftrag für Stuhlrollenbelastung positiv geprüft (25.000 Umdrehungen). In mechanisch stark belasteten Bereichen sollten dennoch ggf. Schutzmatten verwendet werden

Verbrauch

Glatte Oberfläche
DisboPUR W 35780–120 g/m2
je Arbeitsgang
Rutschhemmende Oberfläche
DisboPUR W 357
DisboADD 947 Glasperlen Fine
ca. 130 g/m2
ca. 4 g/m2

Für eine höhere mechanische Belastbarkeit empfehlen wir einen zweiten Auftrag. Exakte Verbrauchswerte durch Muster­le­gung am Objekt ermitteln.

Verarbeitbarkeitsdauer

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtig­keit ca. 90 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topf­zeit.
Hinweis: Das Ende der Topfzeit ist op­tisch nicht erkennbar. Ein Überschreiten führt zu Glanzgradveränderungen sowie zu niedrigeren Festigkeiten und Haf­tungs­verlusten mit dem Untergrund. Bei ungleichmäßigem Materialauftrag sind Glanzunterschiede sowie Spuren im Streif­licht unvermeidlich, insbesondere bei sehr dunklen Farbtönen. Zu große Schichtdicken (Mehrverbrauch > 200 g/m2) vermeiden, da sonst eine Reaktionsblasenbildung im Be­schich­­tungsfilm entsteht. Während der Trock­nungs- und Erhärtungsphase für gute Be- und Entlüf­tung sorgen.

Verarbeitungsbedingungen

Werkstoff-, Umluft- und Unter­grund­­temperatur mind. 10 °C, max. 25 °C.
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtempe­ratur muss immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen. Andernfalls können dauerhafte Verfärbungen auftreten. Das gilt ebenso für die Verarbeitung unterhalb von 10 °C.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtig­keit nach ca. 1 Tag begeh-/überarbeitbar, nach etwa 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar. Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser oder warmen Seifenwasser.

Gutachten

  • Brandverhalten im Aufbau "Disbon ComfortFloor" Cfl-s1 (PZ: 1-1578)
  • Stuhlrollentest gemäß EN 425: 2002 (PZ: 1-1562)

Reinigung und Pflege

Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rot­wein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien (z.B. Desinfektionsmittel, Säu­ren u.a.) können zu Farbtonverände­run­gen führen. Durch schleifende Beanspru­chungen kann die Oberfläche verkratzen. Die Funktionsfähigkeit wird dadurch nicht beeinflusst.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Nur für gewerbliche Anwender.

Komponente A:
Keine gefährliche Substanz oder Mischung.

Komponente B:
Kann die Atemwege reizen. Gesundheitsschädlich bei Einatmen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Schutzhandschuhe/ Augenschutz tragen. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Unter Verschluss aufbewahren. Enthält: Hexamethylendiisocyanate, Oligomer, Cyclohexanamine, N,N-dimethyl-, compds. with 3-(cyclohexylamino)-1-propanesulfonic acid-blocked 1,6-diisocyanatohexane homopolymer, Hexamethylendiisocyanat. Hotline für Allergieanfragen und technische Beratungen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Grundmasse:  Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.

Entsorgung

Nicht ausgehärtete Produktreste und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen. Abfall sollte nicht über Abwässer entsorgt werden. Nicht ausgehärtete Produktreste und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/j): 500 g/l (2010). Dieses Produkt enthält <10 g/l VOC.

Giscode

PU40

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblätter.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten.

Die Schichtdicke der Versiegelung ist < 0,2 mm und verringert sich durch mechanische Belastung. Dies ist in Bezug auf die geplante Nutzungsdauer zu berücksichtigen. Mechanische Abnutzung kann die Rutschhemmung beeinflussen. Eine regelmäßige Grund- und Unterhaltspflege verlängert die Nutzungsdauer. 

CE-Kennzeichung

ce-logo
Disbon GmbH
Roßdörfer Straße 50, D-64372 Ober-Ramstadt

20

DIS-357-016295 EN 13813:2002
Kunstharzestrich/Kunstharzbeschichtung für die Anwendung in Innenräumen
EN 13813:SR-Efl-B1,5-AR1-IR4
BrandverhaltenEfl
Freisetzung korrosiver SubstanzenSR
WasserdurchlässigkeitNPD
Verschleißwiderstand≤ AR1
Haftzugfestigkeit≥ B1,5
Schlagfestigkeit≥ IR4


EN 13813

Die EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und An­forderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fußbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.

Produkte, die o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde. Die Leistungserklärung gemäß BauPVO, kann im Internet unter www.disbon.de abgerufen werden.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

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