

Verwendungszweck
Für mineralische Bodenflächen mit normaler bis schwerer mechanischer und chemischer Belastung, wie z.B. Industriebodenflächen in der Automobil-, Metall- und Elektroindustrie.
Eigenschaften
- variabel einsetzbar als Verlaufsbeschichtung und Einstreubelag
- gute Chemikalienbeständigkeit
- Einsatz von Beschleuniger DisboADD 903 möglich
- geprüft auf Lackverträglichkeit
Materialbasis
2K-Epoxidharz, total solid nach Deutscher Bauchemie.Verpackung/Gebindegrößen
30 kg (Komponente A: 25,8 kg Blechhobbock, Komponente B: 4,2 kg Blecheimer)
Farbtöne
30 kg Gebinde:RAL 7030 (Steingrau), RAL 7032 (Kieselgrau), RAL 7035 (Lichtgrau)
Sonderfarbtöne auf Anfrage.
Glanzgrad
Glänzend
Lagerung
Kühl, trocken, frostfrei.Originalverschlossenes Gebinde mindestens 1 Jahre lagerstabil. Bei niedrigen Temperaturen den Werkstoff vor der Verarbeitung bei ca. 20 °C lagern.
Dichte
ca. 1,68 g/cm3
Trockenschichtdicke
ca. 59 µm/100 g/m2
Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g)
ca. 45 mg/30 cm2Shore-Härte (A/D)
ca. D 71Druckfestigkeit
ca. 50 MPa (in Anlehnung an DIN EN ISO 604, bei 20% Stauchung)
Geeignete Untergründe
Beton und Zementestrich sowie starre EP-Beschichtungen.
Der Untergrund muss eben, trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten.
Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben (Beton und Zementestrich: max. 4 CM-%).
Untergrundvorbereitung
Der Untergrund ist durch geeignete mechanische Verfahren, wie z.B. Kugelstrahlen oder Diamantschleiftechnik, vorzubereiten. Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.Materialzubereitung
Komp. A aufrühren, Komp. B zugeben, mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. Material in ein anderes Gefäß umfüllen (umtopfen) und nochmals gründlich mischen (nicht aus dem Liefergebinde verarbeiten).
Zum Beschleunigen der Aushärtung sowie zur schnelleren Nutzung der Flächen kann der Komp. B DisboADD 903 Beschleuniger für EP-Harze zugeben werden. Die Zugabe von DisboADD 903 führt zu einer stärkeren Vergilbungsneigung. Ein Überschreiten der max. Zugabemenge kann zu Versprödung und Carbamatbildung führen.
Zur Verarbeitung an geneigten bzw. senkrechten Flächen können dem Material bis zu 3 Gew.-% DisboADD 952 Stellmittel zugegeben werden.
Mischungsverhältnis
Komp. A : Komp. B = 86 : 14 Gewichtsteile
Auftragsverfahren
Je nach Anwendung mit Gummirakel, kurz- bis mittelfloriger Walze oder geeigneter Zahnrakel. Für eine gleichmäßige Optik immer frisch in frisch arbeiten. Bei größeren Flächen mit mehreren Personen
arbeiten, ggf. die Fläche in Felder einteilen. Auf zusammenhängenden Flächen immer Material einer
Charge einsetzen.
Beschichtungsaufbau
Grundierung
Mineralische Untergründe porenfüllend mit DisboXID 2K-EP-Grundierung grundieren. Raue Untergründe zusätzlich mit einer Kratzspachtelung egalisieren.
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte auch den jeweiligen TI´s von (DisboXID 460, 461, 462, DisboPOX 420 E.MI PLUS).
Beschichtung
Verlaufsbeschichtung
DisboFLOOR 465 SL auf die Grundierung gießen und mit einer Zahnrakel gleichmäßig verteilen. Bei Schichtdicken >1 mm kann dem Material nach dem Umtopfen unter Rühren DisboADD 941 Quarzsandmischung (0,06–0,3 mm), bis zu 30 Gew.-%, zugegeben werden.
Nach einer Wartezeit von ca. 10 Minuten die frische Verlaufbeschichtung mit der Stachelwalze entlüften.
Oberflächengestaltung (optional):
- DisboADD 8255 Farb-Chips (1-2 mm)
- DisboPUR 458 2K-PU-Versiegelung, matt
- DisboPUR 458 2K-PU-Versiegelung, matt + DisboADD 947 Glasperlen, fine
Einstreubelag
Nach dem Umtopfen die Masse auf die Grundierung gießen und mit einer geeigneten Rakel gleichmäßig verteilen. Die frische Einstreuschicht anschließend vollflächig mit DisboADD 943 Quarzsandmischung (0,4–0,8 mm) oder DisboADD 944 Quarzsandmischung (0,7–1,2 mm) absanden.
Nach dem Erhärten der Einstreuschicht überschüssigen Quarzsand scharf abkehren/absaugen, DisboFLOOR 465 SL auf die Beschichtung gießen, mit einer Gummirakel verteilen und mit einer mittelflorigen Walze im Kreuzgang nachrollen.
Verbrauch
Grundierung | ca. 300 - 400 g/m2 |
| Verlaufsbeschichtung | |
| 1 mm Schichtdicke: DisboFLOOR 465 SL 2 mm Schichtdicke (bei 30 % Sandzugabe): DisboFLOOR 465 SL DisboADD 941 Quarzsandmischung | ca. 1,7 kg/m2 ca. 2,8 kg/m2 ca. 0,84 kg/m2 |
| Einstreubelag | |
| DisboFLOOR 465 SL | mind. 1,5 kg/m2✱ |
| Absandung | |
| DisboADD 943 Quarzsandmischung oder DisboADD 944 Quarzsandmischung | ca. 3-5 kg/m2 |
| Versiegelung | |
| DisboFLOOR 465 SL | ca. 0,9 - 1,1 kg/m2 |
✱ Der Verbrauch ist abhängig von der gewünschter Schichtdicke. Durch die Quarzsandabstreuung wird die Schichtdicke im Vergleich zu einer nicht abgestreuen Beschichtung um ca. 100 % erhöht.
Bei niedrigen Temeraturen, geringer Schichtdicke, Einsatz von anderer Quarzsandmischungen oder bei Sonderfarbtönen kann es notwendig sein, den Quarzsandanteil zu reduzieren. Exakte Verbrauchswerte sind durch Musterlegung am Objekt zu ermitteln.
Verarbeitbarkeitsdauer
| Verarbeitungszeit | ||
| Bei 15 °C | Bei 20 °C | Bei 30 °C |
| ca. 45 Minuten | ca. 30 Minuten | ca. 15 Minuten |
Verarbeitungsbedingungen
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 12 °C, max. 30 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Wartezeiten
| Wartezeit bis zur Begeh-/Überarbeitbarkeit | ||
| Bei 15 °C | Bei 20 °C | Bei 30 °C |
| ca. 45 Stunden | ca. 14 Stunden | ca. 10 Stunden |
| Wartezeit bis zur Begeh-/Überarbeitbarkeit beim Einsatz von 1 Gebinde DisboADD 903 á 0,5 Liter je 30 kg Gebinde | ||
| Bei 15 °C | Bei 20 °C | Bei 30 °C |
| ca. 22/14 Stunden | ca. 6/4 Stunden | nicht empfohlen |
Trocknung/Trockenzeit
| Wartezeit bis zur vollen mechanischen und chemischen Belastbarkeit | ||
| Bei 15 °C | Bei 20 °C | Bei 30 °C |
| ca. 10 Tage | ca. 7 Tage | ca. 5 Tage |
Werkzeugreinigung
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit DisboADD 419 Reiniger/Verdünner für EP-Harze.
Gutachten
Aktuelle Gutachten auf Anfrage.
Reinigung und Pflege
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten.Farbtonveränderungen und Kreidungserscheinungen sind bei UV- und Witterungseinflüssen möglich. Organische Farbstoffe (z.B. in Kaffee, Rotwein oder Blättern) sowie verschiedene Chemikalien (z.B. Desinfektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen. Das BFS-Merkblatt 25 ist zu beachten. Durch schleifende Beanspruchungen kann die Oberfläche verkratzen. Die Funktionsfähigkeit wird dadurch nicht beeinflusst.
Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden.
Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)
Nur für gewerbliche Anwender.Komponente A:
Verursacht Hautreizungen. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Verursacht schwere Augenreizung. Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Nach Gebrauch Haut gründlich waschen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Schutzhandschuhe/ Augenschutz tragen. Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ ärztliche Hilfe hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen. Enthält: Bis-[4-(2,3-epoxipropoxi)phenyl]propan, Bisphenol-F-Epoxidharz MG <700, Oxiran, Mono[(C12-14-alkyloxy)methyl]-Derivate, 1,6-Hexanediol, reaction products with epichlorohydrin, Cashew (Anacardium occidentale) Nussschalenextrakt, decarboxyliert, destilliert, 2,4,7,9-Tetramethyldec-5-yne-4,7-diol, ethoxylated (EO > 1 < 4,5 mol), Fettsäuren, C14-18- und C16-18-ungesättigt, 2-Phenoxyethylester, mit Maleinsäure behandelt, Maleinsäureanhydrid. Achtung! Beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen. Aerosol oder Nebel nicht einatmen.
Komponente B:
Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen. Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen. BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen. BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/ Arzt anrufen. Wirkt ätzend auf die Atemwege. Enthält: Benzylalkohol, 4,4'-Isopropylidendiphenol, oligomeres Reaktionsprodukt mit 1-Chloro-2,3-epoxypropan, Reaktionsprodukt mit 3-Aminomethyl-3,5,5-, 3-Aminomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylamin, m-Phenylenbis(methylamin).
Hotline für Allergieanfragen: 0800-1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).
Entsorgung
Nicht ausgehärtete Produktreste und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen. Nicht ausgehärtete Produktreste und ungereinigte Verpackungen sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen.
EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt
dieses Produktes (Kat. A/j): 500 g/l. Dieses Produkt enthält max. <130 g/l VOC.Giscode
RE30Nähere Angaben
Siehe Sicherheitsdatenblätter.CE-Kennzeichung
| Disbon GmbH Roßdörfer Straße 50, D-64372 Ober-Ramstadt 23 DIS-465-015669 EN 13813:2002 | |
| Kunstharzestrich/Kunstharzbeschichtung für die Anwendung in Innenräumen EN 13813:SR-Efl-B1,5-AR1-IR4 | |
| Brandverhalten | Efl |
| Freisetzung korrosiver Substanzen | SR |
| Wasserdurchlässigkeit | NPD |
| Verschleißwiderstand | ≤ AR1 |
| Haftzugfestigkeit | ≥ B1,5 |
| Schlagfestigkeit | ≥ IR4 |
EN 13813
Die EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fußbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.
Technische Beratung
Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.Technischer Beratungsservice
Tel.: +49 6154 71-71710Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de