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Disboxid Parkhaus-System OS 8 V

Disboxid Parkhaus-System OS 8 V
System mit vorgefüllter Grundierung. Das Disboxid PHS-System OS 8 V wird als starre Beschichtung für befahbare, mechanisch stark belastete, nicht rissgefährdete Flächen eingesetzt. 
Wie z. B. innenliegende Bodenflächen in Tiefgaragen und Parkhäusern. Das System hat eine Schichtdicke von 2,5 mm und besteht aus folgenden System-Produkten.

AufbauProduktbezeichnung
GrundbeschichtungDisboxid 461 EP-Filler gefüllt mit Disbon 941 Füllsand
AbstreuungQuarzsand 0,3 -0,8 mm
DeckbeschichtungDisboxid 464 EP-Decksiegel

Einsatzgebiete

  • Zur Verhinderung der Aufnahme von in Wasser gelösten Schadstoffen
  • Zur Verbesserung der Chemikalienbeständigkeit
  • Zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit
  • Zur Verbesserung der Griffigkeit
  • Geprüft für rückseitige Feuchteeinwirkung über 56 und 250 Tage

Verwendungszweck

Alle mechanisch und chemisch beanspruchten Betonflächen in Parkbauten wie z.B. Horizontale Stell- und Fahrflächen sowie Park-, Auf- und Abfahrrampen im Innenbereich.

Glanzgrad

Glänzend (Deckschicht)

Geeignete Untergründe

Beton und Zementestrich

Der Untergrund muß trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Die Druckfestigkeiten des Untergrundes müssen >25 N/mm2 betragen.

Die Oberflä­chenzugfestigkeit des Unter­grun­des muß im Mittel 2,0 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,5 N/mm2 nicht un­terschreiten.
Die Untergründe müssen ihre Ausgleichs­feuchte erreicht haben:
Beton und Zementestrich: max. 4 Gew.-% (CM-Methode)
Prüfmethoden für die genannten Werte gem. DAfStb, Instandsetzungs-Richtlinie Teil 3

Untergrundvorbereitung

Der vorhandene zementöse Untergrund wird durch staubarmes Strahlen mit festem Strahlgut (Kugelstrahlen) bei gleichzeitigem Absaugen vorbereitet. Der Grad des Abtrages minderfester Schichten ist Abhängig vom Druck und von der Art und Menge des Strahlmittels. Schleifen ist nur bei örtlich kleineren Flächen (Randbearbeitung) zulässig, ausgenommen ist die Vorbereitung durch Diamantschleiftechnik zur Entfernung minderfester Schichten.
Weiterhin ist das BEB-Arbeitsblatt KH-O/U und das BEB-Arbeitsblatt KH 3 sowie die Tabelle 2.5 der Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen, Teil 2 des "Deutschen Ausschuß für Stahlbeton" zu beachten.
Ausbruch- und Fehlstellen im Untergrund mit den Disbo­cret® PCC-Mörteln oder den Disboxid EP-Mörteln oberflächenbündig verfüllen.

Bundesverband Estrich und Belag e.V., 53842 Troisdorf-Oberlar

Beschichtungsaufbau

Grundierspachtelung
Auf den vorbereiteten Untergrund die Mi­schung aus Disboxid 461 EP-Filler und Disbon 941 Füllsand gießen und mit einer Edelstahl-Glättkelle oder einer Hartgummi-Zahnrakel gleichmäßig verteilen. Die frische Grundierung mit Disboxid 943 Einstreuquarz, im Überschuß absanden.
Verbrauch:
Disboxid 461 EP-Filler ca. 1200 g/m2
Disbon 941 Füllsand mm ca. 600 g/m2

Rauhtiefenzuschlag: 
1,0 mm: dz von 1,2 kg/m2 + 0,6 kg/m2 Disbon 941 Füllsand 
Hinweis: Tatsächliche Rautiefen sind nach dem Sandflächenverfahren gem. Richtlinie DAfStb, Instandsetzungs-Richtlinie Teil 3: Bestimmung der Rautiefe, zu ermitteln.

Absandung:

Disboxid 943 Einstreuquarz ca.  2.000–3.000 g/m2
Hinweis: Bei sehr rauhen und stark saugfähigen Untergründen muß die Fläche ggf. vor Auftrag der Grundierspachtelung mit Disboxid 460 EP-Ground im Flutverfahren porenfrei grundiert werden, bei Gefahr aufsteigender Feuchte mit Disboxid 462 EP-Siegel Neu.

Rampen und Flächen mit starker Neigung/Gefälle
Alternativ zur Grundierspachtelung: Auf den vorbereiteten Untergrund Disboxid 461 EP-Filler gießen und mit dem Gummirakel gleichmäßig verteilen. Das verteilte Material mit einer mittelfloorigen Walze im Kreuzgang nacharbeiten. Die frische Grundierung mit Disboxid 943 Einstreuquarz im Überschuß absanden.
Verbrauch:
Disboxid 461 EP-Filler ca. 500 g/m2 
Absandung:
Disboxid 943 Einstreuquarz ca. 2.000-3.000 g/m2
Nach den erforderlichen Wartezeiten entfernen des Überschüssigen Quarzsandes. Disboxid 461 EP-Filler wird erneut auf die Fläche gegossen und wie zuvor verteilt und nachgearbeitet.
Verbrauch:
Disboxid 461 EP-Filler ca. 700 g/m2
Absandung:
Disboxid 943 Einstreuquarz ca. 2.000-3.000 g/m2

Deckbeschichtung
Disboxid 464 EP-Decksiegel auf die abgesandete Grundierspachtelung gießen und mit einem Gummirakel gleichmäßig im Gegenzug verteilen und mit einer mittelflorigen Walze im Kreuzgang nacharbeiten.
Verbrauch:
Disboxid 464 EP-Decksiegel ca. 600–900g/m2

Hinweis: Anschlüsse an aufgehende Bau­teile sind als Hohlkehlen auszuführen (siehe Bild 1 und 2). Fugen in den Bodenflächen gemäß Bild 3 bzw. 4 ausbilden.

Bild 8 (031627_SM_DG_PHS_Anschluss_Hohlkehle_1.jpg)Bild 9 (031628_SM_DG_PHS_Anschluss_Hohlkehle_Fugen_2.jpg)
Bild 1:
Anschluß an aufgehende Bauteile durch Hohlkehle
(1) Betonplatte
(2) Hohlkehle aus Disboxid 415 EP-Mörtel oder Disboxid EP-Mörtelbelag
(3) Beschichtung Disboxid Parkhaus-System
Bild 2:
Anschluß an aufgehende Bauteile durch Hohlkehle mit Fugenausbildung
(1) Betonplatte
(2) Hohlkehle aus Disboxid 415 EP-Mörtel oder Disboxid EP-Mörtelbelag
(3) Beschichtung Disboxid Parkhaus-System
(4) Fugenabdichtung mit Disbothan 240 PU-Dichtstoff

Bild 10 (031629_SM_DG_PHS_Fugenausbildung_Bodenflaechen_3.jpg)Bild 11 (031630_SM_DG_PHS_Fugenprofil_1.jpg)
Bild 3:
Fugenausbildung in Bodenflächen. Fugenabmessung und -ausbildung gemäß IVD-Merkblatt Nr. 1
(1) Beschichtung Disboxid Parkhaus-System
(2) Fugenfüllprofil
(3) Fugenabdichtung mit Disbothan 240 PU-Dichtstoff
Bild 4:
Fugenausbildung in Bodenflächen mit vorgefertigtem Fugenprofil.
(1) vorgefertigtes Fugenprofil
(2) Disboxid 415 EP-Mörtel oder Disboxid EP-Mörtel
(3) Beschichtung Disboxid Parkhaus-System

Wartezeit

Die Wartezeit zwischen dem Auftrag der Grundierspachtelung und der Deckbeschichtung muß bei 20 °C mind. 8 Stun­den betragen. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt und durch niedrigere verlängert.

Verarbeitungstemperatur

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 10 °C, max. 30 °C
Die re­lative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur sollte immer
3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.

Trockenzeit

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 16 Stunden begehbar, nach ca. 7 Tagen mechanisch belastbar.
Nie­drigere Temperaturen verlängern den Aushärtungsprozeß. Während des Aushärtungsprozesses (ca. 24 Std. bei 20 °C) aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.
Insbesondere bei der Verarbeitung unter 15 °C ist darauf zu achten, daß die Oberflächen während der Aushärtung vor Feuchtigkeit (auch Luftfeuchtigkeit) zu schützen sind, da es sonst zu Weißverfärbungen kommen kann.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Disboxid 419 Verdünner.
Gefahrenhinweise und Sicherheitsratschläge, Giscodes und Entsorgung sowie VOC- und CE-Kennzeichnung nach EN 13813 für die einzelnen System-Komponenten:
Bitte die jeweiligen Technischen Informationen beachten:
Disboxid 461 EP-Filler
Disboxid 464 EP-Decksiegel

Gutachten

Aktuelle Informationen auf Anfrage

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblätter.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Disbon Reinigungs- und Pflegehinweise für Parkbauten zu beachten.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de

Weitere Produktempfehlungen:


Disbon 941 Füllsand

Disboxid 461 EP-Filler Neu

Disboxid 464 EP-Decksiegel

Disboxid 943 Einstreuquarz