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DisboMULTI 209 Fliesen- und Vielzweckklebstoff

Verwendungszweck

Zum Verkleben von Fliesen auf Wand­flächen im Trockenbereich.
Durch Zugabe von Portlandzement CEM I (PZ 32,5) auch auf Bodenflächen im Nassbereich (z.B. in Duschen), Außenbe­reich, zur Verklebung von Fliesen auf Fliesen hervorragend geeignet. Nicht im Unter­wasser­bereich einsetzen.
Verwendbar für die Verkle­bung von Dämm­stoffen und Unter­tapeten sowie für die Herstellung von Haft­brücken auf glatten Untergrün­den.
Reparaturmasse für die Sanierung von Putzschäden.

Eigenschaften

  • geeignet für die Verklebung keramischer Bekleidungsstoffe nach EN 159, EN 176, DIN 18 158 und DIN 18 166
  • erfüllt die Anforderungen der DIN 18 156-D
  • durch Zugabe von Portlandzement CEM I (PZ 32,5) frostbeständig, wasserfest und für die Verklebung von Fliesen auf Fliesen geeignet
  • standfest und hoch elastisch

Materialbasis

Styrolacrylat-Dispersion

Verpackung/Gebindegrößen

5 kg, 10 kg, 20 kg Kunststoffeimer

Lagerung

Kühl, trocken, frostfrei
Originalverschlos­senes Gebinde 12 Monate lagerstabil.

Dichte

ca. 1,6 g/cm3

Geeignete Untergründe

Fliesenverlegung:
Untergründe nach DIN 18 157 Teil 2, 4, wie Putze nach DIN 18 550 der Mörtel­gruppe P II, P III, P IVa, P IVb, P V, Mauer­werk, Beton (mind. 28 Tage alt bei Disbomulti® 209 ohne Zusätze), Gipswand­bau­platten, Gipskartonplatten, Poren­beton, vorhandene keramische Beklei­dungen, Holzspanplatten (Wand), Hart­schaumver­bundplatten, beheizte Zement­estriche, Zementestriche, Gussasphalt (innen).
Die Flächen müssen gemäß DIN 18 202 ausreichend eben, tragfähig, frei von durchgehenden Rissen und Stoffen sein, die die Haftung des Kleb­stof­fes be­einträchtigen, wie z.B. Trenn­mit­tel, lose Bestandteile, Bindemittelan­rei­che­­run­gen, Ausblühungen und Ver­schmut­­zun­gen.

Verklebung von Dämmstoffen:
Auf allen saugfähigen, mineralischen Unter­gründen, die tragfähig und frei von Stoffen sind, die die Haftung des Klebstoffes be­einträchtigen.

Untergrundvorbereitung

Fliesenverlegung:
Saugfähige, mineralische Flächen mit CapaSol Konzentrat grundieren. Feuchtigkeitsempfindliche Flächen (Holz­spanplatten, Gipsbaustoffe) mit Caparol Tiefgrund TB grundieren bzw. im Nassbe­reich mit flüssiger Flächenabdichtung ab­dichten.

Materialzubereitung

Fliesenverlegung:
Gebrauchsfertig für die Verarbeitung an Wänden im Trockenbereich. Für weitere  Einsatzgebiete, wie z.B. be­heizte Ze­mentestriche (innen), Nassbe­rei­che, alte Fliesenbeläge, Balkon-, Ter­ras­senböden, Haussockel u.ä. DisboMULTI 209 und Portland-Zement, Mischungsverhältnis: 1:0,2 Gew.-%, mit einem Rührgerät gründlich vermischen und die Konsistenz ggf. durch ge­ringe Wasser- bzw. Zementzugabe nach­regu­lieren.

Dämmstoffverklebung:

Gebrauchsfertig für die Verklebung im In­nenbereich. Bei Verklebung auf nicht oder nur geringfügig saugfähigen Unter­grün­den im Innenbereich 20 Gew.-% Portland­ze­ment CEM I (PZ 32,5) zugeben.

Reparaturmasse:
Reparaturmasse herstellen aus: 
DisboMULTI 209: 40 Gew.-%  
Port­land­ze­ment CEM I (PZ 32,5): 10 Gew.-%
Sand: 50 Gew.-% 
Masse mit einem Rührgerät gründlich vermischen, die Konsistenz ggf. durch ge­ringe Wasser- bzw. Zementzugabe nach­regulieren.

Untertapetenverklebung:

Für den Roll- bzw. Streichauftrag max. 5 Gew.-% Wasser zugeben.

Haftbrückenanstrich:

Max. 20–30 Gew.-% Wasser zugeben.

Auftragsverfahren

Fliesenverlegung;
Klebstoff auf die vorbereiteten Ansetz- und Verlegeflächen im Floating-Verfahren mit der flachen Seite des Kammspachtels als Kontaktschicht vorziehen.
Kleber auf die noch frische Schicht auftragen (Anstellwinkel des Kammspachtels 45–60°) und abkämmen. Je nach Format und Rückenseitenprofilierung sind Zahn­spachtel nach DIN 18 157 Teil 2, Tab. 1 zu verwenden.
Die keramischen Beklei­dungs­­stoffe schiebend in das noch frische Kleb­stoffbett eindrücken.
Nicht mehr Klebstoff auftragen, als in 30 Minuten (bei 20 °C und 60 % rel. Luftfeuchtigkeit) mit Fliesen belegt werden kann.
Auf Balkonen und Terrassen ist das kombinierte Buttering-Floating-Verfahren gemäß DIN 18 157 Teil 1, 7.33 anzuwenden. Dabei wird auf die Rückseite der keramischen Beläge zusätzlich Kleber aufgetragen.

Empfohlene Zahnspachtel (mit quadratischem Zahnprofil):
Seitenlänge der keramischen Beklei­dungs­stoffe:
Bis 50 mm: 3 mm Zahnung
Von 50–108 mm: 4 mm Zahnung
Von 108–200 mm: 6 mm Zahnung
Über 200 mm: 8 mm Zahnung Über 300 mm:  Sondergröße

Dämmstoffverklebung;
Klebstoff punkt-, streifenförmig oder vollflächig auftragen. Extrudierte und formgeschäumte Platten auf der zu klebenden Seite aufrauen.

Untertapeten;
Kleber mit Zahnspachtel, Rolle oder Bürste auf die Fläche auftragen und Be­lagsmaterial einlegen.

Verbrauch

Fliesenverlegung1,–3,5 kg/m2 abhängig vom Zahnkellenprofil
Dämmstoffverklebung1–3 kg/m2
Untertapete1–2 kg/m2
Haftbrückenanstrich0,5–0,8 kg/m2

Verarbeitungsbedingungen

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtem­peratur:
Mind. 5 °C, max. 30 °C

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtig­keit auf saugfähigen Wandflächen nach 2, auf nicht saugfähigen Wand- und Bo­denflächen nach 3 Tagen zu verfugen bzw. zu überarbeiten.

Werkzeugreinigung

Nach Gebrauch mit Wasser.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.

Enthält:1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on EG Nr. 247-500-7] und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 220-239-6] (3:1), 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on.  

Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Sonstige gefahren (GHS)

Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden.

Hotline für Allergieanfragen und technische Beratungen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz).

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, Gemisch aus 5-Chlor-2-methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 247-500-7] und 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on [EG Nr. 220-239-6] (3:1), 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden. Hotline für Allergieanfragen und technische Beratungen: 0800/1895000 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)

Entsorgung

Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

Giscode

D1

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblatt.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Disbon Bautenschutz-Verarbeitungshinweise zu beachten.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Außendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

Technischer Beratungsservice

Tel.: +49 6154 71-71710
Fax: +49 6154 71-71711
E-Mail: kundenservicecenter@caparol.de